Vertreterversammlung der Volksbank Lüdinghausen-Olfen eG

Milliardenmarke geknackt

Lüdinghausen, 30.05.2018

Die Milliardenmarke ist erreicht. Ein Gesamtvolumen von 1,05 Milliarden Euro umfassten die Geschäfte der Volksbank Lüdinghausen-Olfen im Jahr 2017. Diese Zahl nannten im Verlauf eines Pressegesprächs am Dienstag Vorstandssprecher Marcus W. Leiendecker und Vorstandskollege Berthold Stegemann. Das entspricht einem Plus von 69 Millionen Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016. „Wir sind durchaus zufrieden“, bewertete Leiendecker das Ergebnis, das er am Abend auch der Vertreterversammlung in der Stadthalle Olfen präsentierte.

So ist das Kreditvolumen des Geldinstituts um 4,8 Prozent auf 521 Millionen Euro gestiegen. Bei den betreuten Kundeneinlagen stieg die Summe um 44 Millionen auf 529 Millionen Euro. Insgesamt, so Stegemann, lägen diese Zahlen „oberhalb unserer Planung“. Hinzu komme noch der Betrag von 166 Millionen Euro an Krediten, die an den genossenschaftlichen Finanzverbund vermittelt wurden. Insgesamt verzeichnet die Volksbank Lüdinghausen-Olfen einen Bilanzgewinn von 587 000 Euro – 44 000 Euro mehr als im Vorjahr. Die an die Mitglieder der Genossenschaft ausgeschüttete Dividende bleibt mit fünf Prozent stabil.

„Da wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Wir brauchen jeden."

Marcus W. Leiendecker

Die Bank sei in der Region fest verwurzelt, betonten beide Vorstände. Zeichen dafür sei neben dem starken Standbein im Bereich Landwirtschaft auch die Aktivität bei der Vergabe von Baukrediten. Vor allem hier sei die Attraktivität der Steverstadt als Wohnort erkennbar.

Die Bankvorstände

Auch die Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten und in der globalen Politik hätten Auswirkungen auf die heimische Volksbank, erklärte Stegemann: „Was in den USA, der Türkei oder Italien passiert, schlägt sich bei uns nieder.“ Stichwort sei etwa das Thema „Strafzinsen“. Da zahlte die Bank in 2017 rund 15 000 Euro – das Doppelte im Vergleich zum Jahr zuvor. „Auch künftig werden wir die Privatkunden davon ausnehmen – vorerst“, sagte dazu Leiendecker.

Intensiv beschäftigt den Vorstand die für 2019 anstehende Fusion mit der Volksbank Haltern zur Volksbank Südmünsterland-Mitte. Dazu erklärte Vorstandssprecher Leiendecker eindeutig: „Da wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Wir brauchen jeden.“ Aktuell beschäftigt das Geldinstitut 99 Mitarbeiter.

Quelle: Westfälische Nachrichten vom 30.05.2018